Detail-Tourenbericht durch Tourenleiter Marcel Koller

Beschreibung der Tour vom 6. Februar 2011

Eintrag von

Vorname/Name: Marcel Koller
Telefon Privat: 0717875183
Email: marcel.koller@alpinerskiclub.ch

Tourenbeschreibung Ski/Snowboardtour

Region: Glarus-St.Gallen-Appenzell
Gebiet: Sardona(LK_247S)
 
Ausgangspunkt: Elm
Ausgangspunkt Koordinate: 732 054 / 197 873
Ausgangspunkt Höhe über Meer: 977 m.ü.M

Gipfel 1 Name: Grosser Kärpf
Gipfel 1 Koordinate: 726 032 / 197 513
Gipfel 1 Höhe über Meer: 2794 m.ü.M
 
Gipfel 2 Name: Chli Kärpf
Gipfel 2 Koordinate: 726 047 / 197 833
Gipfel 2 H¨he über Meer: 2700 m.ü.M
 
Gipfel 3 Name: Blistöcke
Gipfel 3 Koordinate: 728 097 / 199498
Gipfel 3 Höhe über Meer: 2405 m.ü.M

Hütte 1 Name: Leglerhütte SAC
Hütte 1 Koordinate: 725 016 / 198 678
Hütte 1 Höhe über Meer: 2273 m.ü.M
 
Hütte 2 Name: Hütte 2
 
Hütte 3 Name: Hütte 3

Höhenmeter Gesamt: 1200 m
Zeitaufwand Gesamt: 6-7 h

Verhältnisse/
Erfahrungen/
Material:
Strahlend schönes Wetter - in den Nordhängen Pulver - in den Südhängen Firn, Sulz und unten raus auch apere Stellen.

Bemerkungen/
Besonderes:
Vorbereitung:
Es wäre eine perfekte K-Tour gewesen ... leider fehlten Anmeldungen für die zweite Gruppe (unter Brunos Führung). So konnten denn nicht beide Programme durchgeführt werden, was gerade bei so prädestinierten Touren besonders schade ist. Bruno kam dann aber trotzdem mit, was uns ausserordentlich freute. Nachfolgend zwei kurze Tagesrapporte.

Samstag:
Nach der Ankunft in Elm benutzen wir die Sportbahnen bis zum Bergrestaurant Ampächli. Nach Kaffee und Gipfeli lassen wir uns bis zur Bergstation des Pleuss-Sesselliftes (Gelb Chopf) transportieren. Zu Beginn unseres Aufstieges erreichen wir einen Durchstieg bei Punkt 2220m und steigen weiter zum Wildmadfurggeli und zum Mittleren Blistogg auf. Von hier fahren wir zur Ebene 'Hinter Matt' ab und dann rasant durch ein steiles Couloir (südlich Pkt.2106) hinunter zu den Hübsch Böden. Im Anschluss steigen wir über die Chärprisi zur Leglerhütte auf. Bruno (überglücklich) setzt sich dort ab und geniesst die Sonnenstrahlen vor der Hütte. Von der Sonnenterasse aus beobachtet er uns, wie wir zum Chli Kärpf aufsteigen. Nach ca. 1.5 Stunden erreichen wir durch einen teilweise steilen Aufstieg das Skidepot und sodann zu Fuss den Gipfel des Chli Kärpf. Auf dem Gipfel entschliessen wir uns die Nordhänge des Chli Kärpf zu befahren. Dort muss es Pulver haben! Eine kurze Abfahrt und ein kleiner Aufstieg bringen uns an die Nordseite der Felsabstürze des Chli Kärpf - sieht ganz schön steil aus von oben :). Es geht los: Zwei Schwünge und Schwups, kein Marcel mehr in Sicht. Die erste Rampe ist wirklich sehr steil. Wir haben aber unseren Spass und sind unten beinahe etwas enttäuscht, weil es von dieser Perspektive gar nicht so-o steil wirkt wie gefühlt. Die anschliessende Abfahrt im Pulver kann man kaum beschreiben, nur so viel – sie liegt bis jetzt auf Platz 1 in diesem Winter. Bereits etwas müde steigen wir abermals zur Leglerhütte auf. Beim Jassen und mit einem leckeren Essen sowie tiefem Schlaf erholen wir uns für den kommenden Tag.

Sonntag:
Nach einem herrlichen Frühstücksbuffet machen wir uns wiederum in Richtung Chli Kärpf auf. Wir (Guido, Viktor und ich) kennen den steilen, nun hartgefrorenen Aufstieg bereits und können Bruno einige wertvolle Tipps geben. Wir erreichen in ca. 2 Stunden die Kärpfscharte. Dort entschliessen wir uns mit Bruno nochmals auf den kleinen Kärpf zu steigen. Bruno war 1958 (!) das erste Mal dort oben. Wir freuen uns riesig als wir beim Gipfel ankommen. Wieder zurück im Skidepot rüsten wir uns für die Abfahrt zum Einstieg des Grossen Kärpf. Wir besprechen mit Bruno die Abfahrt zum Skihaus Obererbs – die Hütte ist von oben bereits zu sehen.
Guido, Viktor und ich folgen dann einer guten, harten Spur Richtung Gross Kärpf. Wir bewältigen einen steilen, beinahe eisigen Aufstieg bis ins Skidepot. Mit Steigeisen und Pickel geht's dann noch ca. 50 Hm zum 'Top of Gross Kärpf'. Stolz und Dankbarkeit macht sich breit. Ein schönes Gefühl, auf diesem mächtigen Felsklotz zu stehen. Wir können uns einen Juchzer nicht verkneifen.
Die abschliessende Abfahrt bietet alle Frühlingsschneearten. Beginnend mit Deckel, über Pulver, ein langes Stück Firn, im Mittelstück Piste und am Schluss oberhalb des Skihauses Erbs auch noch Sulz. Nach einer Bratwurst vom Grill verabschieden wir uns mit der Abfahrt nach Unter Erbs von dieser herrlichen Gegend und von diesem Traumwochenende.

Ich möchte mich bei meinen "Toure-Gschpane" Bruno, Guido und Viktor ganz herzlich bedanken.

Gruess, Marcel